Die Bachpatenschaft Wandse
Die NAJU Hamburg betreut seit 1986 den Wandseabschnitt zwischen den Straßen Sonnenweg und Am Pulverhof im Rahmen einer Bachpatenschaft (siehe Karte). Im Jahre 2002 kam der Abschnitt westlich des Sonnenweges bis zur Mündung der Berner Au hinzu (hellgrün). Im Jahre 2005 vergrößerte sich das Gebiet nochmals um die Fläche des Pulverhofteiches (gelb).
Das westliche Gebiet gliedert sich in einen mit Weiden und Erlen bestandenen Bruchwald (F), ein Sumpfgebiet (G) mit Vorkommen von Mädesüß, sowie ein Schilfgebiet (H). In unser Betreuungsgebiet fällt auch die Berner Au (I) vom Kupferteich bis zur Mündung in die Wandse. Ferner gibt es zwei Teiche (J).
Das zentralgelegene, alte Gebiet gliedert sich in eine Wiese (A), die seit längerer Zeit nicht bewirtschaftet wird. Im Laufe der Zeit ist eine Wildstaudenflur entstanden, auf der 1995 erstmals das Gefleckte Knabenkraut nachgewiesen wurde. Im Erlenbruchwald (B) befinden sich einige Quellen, die ihr Wasser in den Nebenarm (D) geben. Durch die Vernässung des umliegenden Gebietes entstand ein Sumpfgebiet (C). Im Laufe der Zeit haben sich dort Sumpfdotterblume, Schwertlilie, Schlangenknöterich und einige Seggenarten angesiedelt.
Das beste am Gebiet ist aber die Wandse (E) selbst. Durch die fehlende Uferbefestigung mäandriert der Bachlauf, so dass Unterspülungen, Abbrüche und Sandbänke entstehen. Auf den Sandbänken haben sich seltene Pflanzen wie Nadelsumpfsimse und Sumpfquendel angesiedelt.
Das östliche, neue Gebiet ist im starken Wandel begriffen. Seit 2004 verlandet der ehemalige Stauteich der Pulvermühle. Durch eine Bepflanzung wird dieser Prozess unterstützt, damit auch hier ein vielgestaltiger Lebensraum entsteht. Ziel ist es, die Wandse an dieser Stelle wieder durchgängig für wandernde Tierarten zu machen.
Durch regelmäßige Biotoppflege-Maßnahmen - hauptsächlich in den Wintermonaten - versuchen wir, die vielfältigen Lebensräume an der Wandse zu erhalten bzw. zu optimieren. Voraus gegangen sind intensive Planungen mit Behördenvertretern und Fachleuten. Nicht zu vergessen die praktischen und organisatorischen Vorbereitungen der einzelnen Pflegeeinsätze inkl. Werkzeug, Material und ehrenamtlichen Helfern sowie deren Verpflegung.
Schon jetzt zeigt sich ein erster Erfolg der ehrenamtlichen Naturschutzarbeit: Der Eisvogel ist wieder regelmäßig im Gebiet zu beobachten.
Interesse mit zu machen? Dann melde Dich bei uns!
NAJU Hamburg
Osterstraße 58
20259 Hamburg
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