Coastal Cleanup Camp 2018

14.-16. September 2018 - Rekord-Müllmenge am Elbufer gesammelt

Foto: J.Hasler
Foto: J.Hasler

Plastik in Gewässern ist weiter ein ungelöstes

Problem. Uneinige Politiker, ungebremste Verwendung von Plastik und bereits sichtbare Schäden in der Natur zeigen, wie wichtig Engagement im Gewässerschutz ist.

 

Beim Coastal-Cleanup-Camp 2018 konnten von den mehr als 60 Teilnehmern, teilweise zusammen mit den NABU-Gruppen Altona und Hamburg-Süd, ganze 1241 kg Müll vom Elbufer gesammelt werden - trauriger Rekord beim Coastal-Cleanup-Projekt der NAJU. Die freiwilligen Helfer*innen sammelten auf der geschützten Elbinsel Pagensand, selbst wertvoller Lebensraum und Sammelpunkt für jede Menge angespülten Gewässermüll - Müll, der jederzeit durch Tide und Wind wieder im Wasser landen könnte. Allein auf Pagensand kam in wenigen Stunden über eine halbe Tonne Müll zusammen. Weitere Sammelaktion fanden in Kooperation mit den ansässigen NABU-Gruppen am Falkensteiner Ufer und im Naturschutzgebiet "Mühlenberger Loch" am südlichen Elbufer statt. Dort konnte unter anderem ein gefüllter Kanister mit Warnung vor gefährlichen Stoffen aus dem Spülsaum entfernt werden, dessen Inhalt zwar nicht ersichtlich war, der jedoch einen stark-chemischen Geruch verströmte.

 

Auch abgesehen von der Müllsammelaktion bot sich den Teilnehmern ein vielfältiges Programm zum Thema Plastik und Gewässermüll. Die Biologin Bianca Unger vom Institut für aquatische und terrestrische Wildtierforschung in Büsum informierte sehr anschaulich die Probleme von Plastik in den Ozeanen - und konnte die Auswirkungen der Verschmutzung auf Meerestiere ganz konkret darstellen, da sie selber viel Erfahrung mit Plastikfunden in verendeten Meerestieren hat. Mit Ayah Alassali und Sascha Diedler von der Technischen Universität Hamburg wurde lebhaft über Wiederverwendungsmöglichkeiten von Plastikmüll diskutiert, der Gewässermüll untersucht und Wege des Recyclings nachvollzogen. Eva Wolf von der NAJU Hamburg informierte über plastikarmes- bzw. sogar plastikfreies Leben und gab dabei auch ganz konkrete Hinweise für Plastikreduktion im eigenen Leben. Zum Abschluss des Wochenendes gab es noch verschiedene Workshops, die den Teilnehmer helfen sollten, Plastikmüll im Alltag zu vermeiden.

 

Zusätzlich zum inhaltlichen Programm gab es noch Lagerfeuer und Live-Musik von Singer und Songwriter Sami Bouamrane am Abend, Entspannung am Elbstrand und angeregte Gespräche.

 

Vielen Dank an alle Helfer und Teilnehmer, vor allem für die große Menge von über einer Tonne Müll, die jetzt nicht mehr in Elbe und Ozeanen landen kann!

Förderer und Partner