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Weltweiter Protest Hundertausende fürs Klima

Globale Protestwelle erfasst auch Hamburg

Allein in Hamburg um die 10.000 vorwiegend junge Menschen, unterstützt von Wissenschaftler*innen und weiteren Erwachsenen, deutlich über 100.000 in ganz Deutschland und weltweiter Protest an fast 1700 Orten - das ist die Bilanz der weltweiten Proteste am 15.03.2019.

Inspiriert von Greta Thunberg unter dem Motto Fridays-for-Future gingen all diese Menschen auf die Straße, um mehr Engagement beim Klimaschutz zu fordern. Konkret ging es etwa um einen schnelleren Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland, verbindliche Zusagen bei der Abschaltung von Kohlekraftwerks-Kapazitäten und dem Ausbau erneuerbarer Energien und eine engagierte Verkehrswende statt weiterem Abnicken ausbleibender Innovationen der heimischen Autoindustrie.

Entgegen der oft wiederholten Kritik, die Demonstrationen seien ein billiger Trick, um Schule, Uni oder Ausbildungsplatz fern zu bleiben, fand damit auch in den Hamburger Schul- und Semesterferien eine Großdemonstration junger Menschen statt.

Auch Aktive der NAJU Hamburg demonstrierten mit und teilen die Forderungen der anderen Demonstranten. So lange ernstzunehmende politische Reaktionen ausbleiben und weiterhin die Zukunft der jungen Generation aufs Spiel gesetzt wird, indem der Klimawandel nicht bekämpft wird, werden auch wir weiterhin an den Demonstrationen teilnehmen und uns für Klimaschutz einsetzen.

 

Weitere Infos zu Fridays-for-Future hier.

Erste-Hilfe Kurs am Schulkind

Allergischer Schock, Insektenstich? - Alles kein Problem mehr!

Dieses Wochenende war es wieder soweit, der alljährliche Erste-Hilfe Kurs stand an. Diesmal aber in etwas anderer Fassung. Einen Tag lang beschäftigten die Teilnehmer*innen sich mit Erste-Hilfe Maßnahmen konkret am Kind im Alter von circa 6 - 12 Jahren. Dazu eingeladen hatten wir einen Referenten von Kniwamed, der uns die Inhalte sehr spannend und anschaulich vermittelte. Es gibt doch ein paar kleine, aber gravierende Unterschiede in der Ersten Hilfe zwischen Erwachsenen und Kindern.

 

Nach dem lockeren Theorieteil, schlüpften wir in die Rollen der verletzten Kinder und hatten die Aufgabe verschiedene Gefahrenszenen nachzuspielen. Plötzlich war der Raum gefüllt mit Insektenstichen, epileptischen Anfällen und Atemnot, die dann mit dem neu gelernten Fachwissen direkt behandelt werden konnten. Gegen Ende der Fortbildung zeigte uns Herr Stäß abschließend noch einen Defibrillator und erklärte dessen Benutzung. Die Teilnehmer*innen sind jetzt gut ausgebildet für kommende NAJU-Freizeiten und Gruppenstunden.

Auch wenn leider früher oder später doch manche Dinge weiter nach hinten ins Gedächtnis rücken werden, wird uns eine wichtige Sache doch immer präsent bleiben: "Keine Scheu vor der Ersten Hilfe! Man kann den Schaden oft nicht noch größer machen!"

Junge Hamburger für konsequenten Klimaschutz

Tausende Schüler gemeinsam mit Greta Thunberg auf Hamburgs Straße - NAJU Hamburg auch dabei

Seit Monaten gehen jungen Menschen Freitag für Freitag auf die Straßen um für konsequenten Klimaschutz, die EInhaltung des Pariser Klimaabkommens, einen beschleunigten Kohleausstieg und eine lebenswerte Zukunft zu demonstrieren. Vorbild dafür ist die 16jährige Schwedin Greta Thunberg, die am 1.März mit dem Zug nach Hamburg angereist war, um mit jungen Hamburger*innen zu demonstrieren.

Mit Erfolg - mehrere Tausend Schüler*innen, Studierenden, junge Menschen und ältere Unterstützer*innen zogen durch die Hamburger Innenstadt und stellten mit kreativen Plakaten, Sprechchören und Gesangseinlagen unüberhörbare Forderungen an die Politik.

Vollen Einsatz zeigten insbesondere die vielen Schüler*innen, die bereit sind, für ihr Engagement disziplinarische Maßnahmen seitens der Schulen in Kauf zu nehmen. Vielen Dank für soviel Einsatz.

Mit dabei waren auch einige Aktive der NAJU Hamburg, die ebenfalls als junge Menschen die Anliegen der anderen Demonstrierenden teilen: wir als junge Menschen werden den Folgen des Klimawandels in nicht absehbarem Ausmaß gegenüberstehen, das Schlimmste ist heute aber noch zu verhindern. Fangen wir an!

Voller Einsatz für Klima- und Artenschutz

NAJU beteiligt sich in einer Woche an vier Moor-Renaturierungseinsätzen

Im Rahmen einer Moor-Aktionswoche hat es sich der NABU Hamburg zur Aufgabe gemacht, innerhalb einer Woche in vier Mooren im Stadtgebiet Renaturierungseinsätze durchzuführen.

Bei allen Einsätzen waren auch Aktive der NAJU engagiert, die sowohl als Teamer organisatorische Aufgaben übernahmen, als auch direkt in den Gebieten mit zahlreichen anderen ehrenamtlichen Helfern Moorflächen entkusselten. Auch die Kindergruppe "Hirsche" und die Jugendgruppe "Eisvögel" leisteten ganze Arbeit und unterstützen mit ausdauerndem Einsatz das Entkusseln einer Moorfläche im Duvenstedter Brook.

Beim sogenannten Entkusseln werden junge Bäume und Büsche aus Moorgebieten entfernt, die durch Torfgewinnung oder Entwässerung im Dienste von Land- und Forstwirtschaft geschädigt wurden. Diese Entziehen dem Moor weiteres Wasser, dass zu CO2-Freisetzung aus dem Moor und zu Lebensraumverlust für immer seltener werdende Tier- und Pflanzenarten führt. Das Entkusseln hält Wasser im Moor und trägt auf lange Sicht dazu bei, dass wieder ein intaktes Moor entsteht - dass dann mehr CO2 speichern kann, als ein Wald und einen wertvollen Lebensraum darstellt. Die Renaturierung von Mooren stellt deshalb sowohl einen Beitrag zum Klima- als auch zum Artenschutz dar, weswegen wir allen ehrenamtlichen Helfern, in vielen Fällen auch von außerhalb des Verbandes, herzlich danken möchten.

 

Auf den folgenden Bilder lässt sich ein Eindruck vom Effekt des anstrengenden Entkusselns gewinnen:

Vor dem Entkusseln

Nach dem Entkusseln


Gutes Essen für Alle? Global gerechte Landwirtschaft & der Weg dorthin

Vortrag der BUNDjugend und NAJU Hamburg mit Berrit Thomsen

 Die BUNDjugend und die NAJU Hamburg veranstalteten am Mittwoch, 09.01.2019 einen Vortrag unter dem Titel Gutes Essen für Alle? Global gerechte Landwirtschaft & der Weg dorthin in der Landesgeschäftsstelle der NAJU.

Berrit Thomsen von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) berichtete unter anderem über die zunehmende Exportorientierung des deutschen Agrarsektors über die vergangenen Jahren. Anschaulich stellte sie niedrige Preise, die Landwirt*innen für ihre Produkte erhalten, in diesem Zusammenhang dar. Fragwürdige Freihandelsabkommen drängen nicht nur heimische Produkte von den Binnenmärkten zahlreicher Entwicklungsländer, meist zugunsten billigen Importprodukten u.a. aus Europa. Sie gefährden auch hierzulande Kleinbetriebe durch Marktöffnungen gegenüber Massenprodukten anderer Länder. Neben weiteren Gründen trug dies dazu bei, dass 2015/16 in Deutschland durchschnittlich 10 milcherzeugende Betriebe pro Tag aufgeben mussten.

Dies sei jedoch kein Ruf nach Protektionismus und neuen Zollbarrieren. Kriterien wie hohe Qualität von Produkten, Umweltschutz- und Tierwohl-Bestimmungen bei der Produktion und angepasste Entwicklungspolitik könnten auch im Handel mit Agrarprodukten für umweltgerechtere Produktion, faire Löhne für Erzeuger und mehr Chancengleichheit sorgen.

Nichts desto trotz müsse die starke Exportorientierung und der daraus resultierende Preiskampf auf dem Weltmarkt überdacht werden. Ungeregelte Agrarsubventionen allein nach Nutzfläche müssten endlich der Vergangenheit angehören, Naturschutz und Tierwohl eine größere Rolle in moderner Landwirtschaft spielen.

Zahlreiche Nachfragen und Diskussionsbeiträge verdeutlichten das Interesse der mehr als 40 Zuhörer*innen. Sie zeigten einmal mehr, dass Verbraucher*innen Interesse an der Produktion ihrer Lebensmittel haben und sich auch über Agrarpolitik und Wirtschaftsbedingungen der Landwirt*innen informieren wollen. Ein großes Dankeschön für den spannenden Vortrag an Berrit Thomsen!

Wir haben es satt!

NABU & NAJU Hamburg demonstrieren mit 35.000 Menschen für "enkeltaugliche" Landwirtschaft

Ca. 50 Aktive von NABU und NAJU Hamburg haben - erstmals im eigenen, vollbesetzten Demobus - an der Wir-haben-es-satt-Demonstration in Berlin teilgenommen. Mit 35.000 anderen Demonstraten und über 170 Landwirt*innen, die samt Trecker angereist sind, wurde eine "enkeltaugliche" Landwirtschaft gefordert, wie sich ein Redner ausdrückte. Agrarindustrie als hoch industrialisiete Form der Landwirtschaft ist für erhebliche Klima- und Umweltschäden verantwortlich, die auch künftige Generationen belasten. Zusätzlich sorgte sie in Kombination mit starker Exportorientierung und fehlgeleiteten Subventionen zu einem enormen Preisverfall und einem beispiellosen Höfesterben. Gerade kleinere bäuerliche Betriebe finden kaum noch faire Verdienstmöglichkeiten. Damit muss Schluss sein! Daran haben die Demonstrat*innen auch Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner erinnert, unüberhörbar mit einem "Kochtopfkonzert" vor dem Agrarministerium. Gemeinsam mit ihren EU-Kolleg*innen verhandelt sie derzeit über die Neufassung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU.

 

Auch ihr könnt mithelfen - überzeugt Euren EU-Abgeordneten, dass die Zeit für eine bessere Agrarpolitik gekommen ist. Jeder EU-Bürger beteiligt sich jährlich mit umgerechnet 114€ Steuergeld an Agrarsubventionen der EU. Erinnert Eure*n Abgeordnete*n daran und teilt mit, was mit diesem Geld passieren soll. Macht bei der - für Euch kostenlosen - Geldscheinaktion des NABU mit, in unserer Geschäftsstelle oder online. Eure Stimme zählt!

Große Auszeichnung für die "Stadtfüchse" aus Altona

NAJU-Kindergruppe mit Altonaer Kinder- und Jugendpreis geehrt

Die NAJU-Kindergruppe "Stadtfüchse" aus Hamburg-Altona ist mit der Altonaer Kinder- und Jugendpreis ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt ehrenamtliches Engagement im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit im Bezirk Altona und ist für die Kindergruppe mit 700 Euro Preisgeld dotiert.

Die Gruppe Altona ist besonders im Bereich praktischer Naturschutz und Stadtnatur aktiv und kooperiert darüber hinaus eng mit lokalen Initiativen im Stadtteil, so zum Beispiel mit der MOTTE und dem Verein "Vertrautes Wohnen" im Altonaer Spar- und Bauverein e.V., von dem die Gruppe ebenfalls gefördert wird. Eben dieses Engagement um die Natur vor der eigenen Haustür wurde bei der Preisverleihung in der Altonaer Bezirksversammlung besonders gelobt. Die teilnehmenden Kinder wurden zudem mit Becherlupen zum Naturentdecken und einer Pflanzenpresse für die mobile Forschungsstation bedacht.

Die gesamte NAJU Hamburg gratuliert den "Stadtfüchsen" zu ihrem großen Erfolg und wünscht weiterhin viel Freude bei ihrem Engagement in Altona.

 

Hier finden sich weitere Informationen zur NAJU-Kindergruppe "Stadtfüchse".

Neuer Landesvorstand gewählt

NAJU-Mitgliederversammlung trifft Entscheidungen für 2019

Wie immer Anfang Februar fand in diesem Jahr am 07.02. die NAJU-Mitgliederversammlung 2019 statt. Gemeinsam wurde auf die größten Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurückgeblickt, sowie die Finanzen besprochen und überprüft.

Zudem wurden Entscheidungen für das kommende Jahr getroffen. Darunter fällt auch die Wahl eines neuen Landesvorstandes, der die NAJU Hamburg ab sofort vertreten wird.

Schlussendlich wurde auch noch ein großes Dankeschön an die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der NAJU Geschäftsstelle ausgesprochen, die mit ihrer Arbeit Tag für Tag mit großem Engagement für Naturschutz und Umweltbildung eintreten. Ebenfalls mit einem riesengroßen Dankeschön für jahrelange Vorstandsarbeit wurde Eva Wolf aus dem Landesvorstand verabschiedet.

 

Hier findest Du alle Informationen zur NAJU Hamburg.