Aktuelle Berichte

Hier veröffentlichen wir alle Infos zu unseren letzten Aktionen.

Seminar für Naturgeburtstags-Teamer*innen

Gut gewappnet für kommende Naturgeburtstage

Alle Jahre wieder werden die neuen Naturgeburtstags-Teamer*innen ausgebildet. Voraussetzung dafür ist die Teilnahme an unserem dreitägigen Seminar mit viel pädagogischem und spielerischem Input. Freitagabend starteten wir nach einem geselligem Essen mit einer Einführung in das Konzept der Naturgeburtstage.

Samstag trafen wir uns in aller Frühe wieder. Diesmal nicht in der Geschäftsstelle, sondern auf dem Gut Karlshöhe. Dort wurden wir alle zu Teilnehmer*innen eines Waldwichtelnaturgeburtstages und von den Referentinnen Jutta und Kea durch einen spannenden Vormittag begleitet. Nachmittags setzten wir uns in Kleingruppen zusammen, um selber einen eigenen Naturgeburtstag zu planen. Dabei sind die unterschiedlichsten Konzepte entstanden, sodass wir alle jetzt genügend Ideen für kommende Geburtstage in petto haben.

Wir ließen uns den Spaß auch nicht nehmen, einige der schon bekannten oder neu ausgedachten Spiele mit viel Freude und lautem Gelächter nachzuspielen. Für den ein oder anderen waren diese dann doch schon eine kleine Herausforderung.

Zum Abschluss lernten wir mit Einbruch der Dämmerung Nachtgeburtstagsspiele kennen und absolvierten einen eindrucksvollen Lichterpfad. Mit müden, aber dennoch zufriedenen Gesichtern machten wir uns schließlich auf den Heimweg.

 

Sonntagmorgen machten wir den Stadtpark mit vielen unterschiedlichen Outdoorspielen unsicher. Bei Fühlpfad, Vertrauensspielen und Schätze sammeln, kam jeder auf seine Kosten, sodass alle Teilnehmer*innen gegen Mittag mit einem Lächeln im Gesicht in der Geschäftsstelle aufkreuzten. Dort wurden wir mit einer leckeren selbst gekochten Suppe empfangen. Nun war das ereignisreiche Wochenende auch leider schon vorbei, aber man wird den ein oder anderen vermutlich zukünftig als Naturgeburtstags-Teamer*in wieder treffen.

Neue Schmetterlingswiese in Borgfelde

Trotz Schmuddelwetter engagiert für Artenvielfalt und Fluginsekten

Immer mehr Arten verschwinden, auch heimische Arten, hauptsächlich Fluginsekten wie Wildbienen und Schmetterlinge geraten zunehmen unter Druck. Dabei könnten selbst Großstädte wie Hamburg ein ideales Zuhause für solche Insekten bieten.

Städtischer Parkrasen sieht zwar hübsch und grün aus, ist aber ökologisch größtenteils wertlos. Auf überdüngten Fläche mit geschlossener Grasnarbe, die zudem ständig akkurat gemäht werden, finden Blühpflanzen kein Zuhause. Dementsprechend gehen Insekten auf der Suche nach Nahrung und Schutz leer aus.

 

In anstrengender Handarbeit haben trotz Temperaturen unter 10° und Schmuddelwetter über 20 Ehrenamtliche, Aktive von NAJU und NABU Hamburg wie auch engagierte Hamburger*innen ohne Mitgliedsnummern deshalb die Grasnarbe mit der obersten Schicht Boden "abgeplackt" und durch Sand ersetzt. Auf diesem nährstoffärmeren Boden wurde Saatgut für eine ortstypische Wildblumenwiese ausgebracht. Mit etwas Glück werden also schon im Sommer erste Blühpflanzen an der Horner Geest in Borgfelde aufleuchten und Insekten ernähren, die im benachtbarten Baum- und Gestrüppsaum, im nahen NAJU-Insektenhotel oder in den Pflanzen der bestehenden NAJU Schmetterlingswiese wenige Meter weiter westlich Unterschlupf und Nistplätze finden.

Ein herzliches Dankeschön an alle fleißigen Helfer*innen für den engagierten Einsatz für Artenvielfalt und Fluginsekten! Klasse, dass Ihr Euch von Wind und Wetter nicht habt abhalten lassen.

 

Hier geht es zur Übersicht über die Aktivitäten der NAJU zum Thema Biodiversität.

Weltweiter Protest Hundertausender fürs Klima

Globale Protestwelle am 15.03. erfasst auch Hamburg

Allein in Hamburg um die 10.000 vorwiegend junge Menschen, unterstützt von Wissenschaftler*innen und weiteren Erwachsenen, deutlich über 100.000 in ganz Deutschland und weltweiter Protest an fast 1700 Orten - das ist die Bilanz der weltweiten Proteste am 15.03.2019.

Inspiriert von Greta Thunberg unter dem Motto Fridays-for-Future gingen all diese Menschen auf die Straße, um mehr Engagement beim Klimaschutz zu fordern. Konkret ging es etwa um einen schnelleren Ausstieg aus der Kohleverstromung in Deutschland, verbindliche Zusagen bei der Abschaltung von Kohlekraftwerks-Kapazitäten und dem Ausbau erneuerbarer Energien und eine engagierte Verkehrswende statt weiterem Abnicken ausbleibender Innovationen der heimischen Autoindustrie.

Entgegen der oft wiederholten Kritik, die Demonstrationen seien ein billiger Trick, um Schule, Uni oder Ausbildungsplatz fern zu bleiben, fand damit auch in den Hamburger Schul- und Semesterferien eine Großdemonstration junger Menschen statt.

Auch Aktive der NAJU Hamburg demonstrierten mit und teilen die Forderungen der anderen Demonstranten. So lange ernstzunehmende politische Reaktionen ausbleiben und weiterhin die Zukunft der jungen Generation aufs Spiel gesetzt wird, indem der Klimawandel nicht bekämpft wird, werden auch wir weiterhin an den Demonstrationen teilnehmen und uns für Klimaschutz einsetzen.

 

Weitere Infos zu Fridays-for-Future hier.

Erste-Hilfe Kurs am Schulkind

Schnittwunde? Allergischer Schock? - Alles kein Problem mehr!

Dieses Wochenende war es wieder soweit, der alljährliche Erste-Hilfe Kurs stand an. Diesmal aber in etwas anderer Fassung. Einen Tag lang beschäftigten die Teilnehmer*innen sich mit Erste-Hilfe Maßnahmen konkret am Kind im Alter von circa 6 - 12 Jahren. Dazu eingeladen hatten wir einen Referenten von Kniwamed, der uns die Inhalte sehr spannend und anschaulich vermittelte. Es gibt doch ein paar kleine, aber gravierende Unterschiede in der Ersten Hilfe zwischen Erwachsenen und Kindern.

 

Nach dem lockeren Theorieteil, schlüpften wir in die Rollen der verletzten Kinder und hatten die Aufgabe verschiedene Gefahrenszenen nachzuspielen. Plötzlich war der Raum gefüllt mit Insektenstichen, epileptischen Anfällen und Atemnot, die dann mit dem neu gelernten Fachwissen direkt behandelt werden konnten. Gegen Ende der Fortbildung zeigte uns Herr Stäß abschließend noch einen Defibrillator und erklärte dessen Benutzung. Die Teilnehmer*innen sind jetzt gut ausgebildet für kommende NAJU-Freizeiten und Gruppenstunden.

Auch wenn leider früher oder später doch manche Dinge weiter nach hinten ins Gedächtnis rücken werden, wird uns eine wichtige Sache doch immer präsent bleiben: "Keine Scheu vor der Ersten Hilfe! Man kann den Schaden oft nicht noch größer machen!"

Junge Hamburger für konsequenten Klimaschutz

Tausende Schüler gemeinsam mit Greta Thunberg auf Hamburgs Straße - NAJU Hamburg auch dabei

Seit Monaten gehen jungen Menschen Freitag für Freitag auf die Straßen um für konsequenten Klimaschutz, die EInhaltung des Pariser Klimaabkommens, einen beschleunigten Kohleausstieg und eine lebenswerte Zukunft zu demonstrieren. Vorbild dafür ist die 16jährige Schwedin Greta Thunberg, die am 1.März mit dem Zug nach Hamburg angereist war, um mit jungen Hamburger*innen zu demonstrieren.

Mit Erfolg - mehrere Tausend Schüler*innen, Studierenden, junge Menschen und ältere Unterstützer*innen zogen durch die Hamburger Innenstadt und stellten mit kreativen Plakaten, Sprechchören und Gesangseinlagen unüberhörbare Forderungen an die Politik.

Vollen Einsatz zeigten insbesondere die vielen Schüler*innen, die bereit sind, für ihr Engagement disziplinarische Maßnahmen seitens der Schulen in Kauf zu nehmen. Vielen Dank für soviel Einsatz.

Mit dabei waren auch einige Aktive der NAJU Hamburg, die ebenfalls als junge Menschen die Anliegen der anderen Demonstrierenden teilen: wir als junge Menschen werden den Folgen des Klimawandels in nicht absehbarem Ausmaß gegenüberstehen, das Schlimmste ist heute aber noch zu verhindern. Fangen wir an!

Voller Einsatz für Klima- und Artenschutz

NAJU beteiligt sich in einer Woche an vier Moor-Renaturierungseinsätzen

Im Rahmen einer Moor-Aktionswoche hat es sich der NABU Hamburg zur Aufgabe gemacht, innerhalb einer Woche in vier Mooren im Stadtgebiet Renaturierungseinsätze durchzuführen.

Bei allen Einsätzen waren auch Aktive der NAJU engagiert, die sowohl als Teamer organisatorische Aufgaben übernahmen, als auch direkt in den Gebieten mit zahlreichen anderen ehrenamtlichen Helfern Moorflächen entkusselten. Auch die Kindergruppe "Hirsche" und die Jugendgruppe "Eisvögel" leisteten ganze Arbeit und unterstützen mit ausdauerndem Einsatz das Entkusseln einer Moorfläche im Duvenstedter Brook.

Beim sogenannten Entkusseln werden junge Bäume und Büsche aus Moorgebieten entfernt, die durch Torfgewinnung oder Entwässerung im Dienste von Land- und Forstwirtschaft geschädigt wurden. Diese Entziehen dem Moor weiteres Wasser, dass zu CO2-Freisetzung aus dem Moor und zu Lebensraumverlust für immer seltener werdende Tier- und Pflanzenarten führt. Das Entkusseln hält Wasser im Moor und trägt auf lange Sicht dazu bei, dass wieder ein intaktes Moor entsteht - dass dann mehr CO2 speichern kann, als ein Wald und einen wertvollen Lebensraum darstellt. Die Renaturierung von Mooren stellt deshalb sowohl einen Beitrag zum Klima- als auch zum Artenschutz dar, weswegen wir allen ehrenamtlichen Helfern, in vielen Fällen auch von außerhalb des Verbandes, herzlich danken möchten.

 

Auf den folgenden Bilder lässt sich ein Eindruck vom Effekt des anstrengenden Entkusselns gewinnen:

Vor dem Entkusseln

Nach dem Entkusseln


Infos und Berichte zu vergangenen Veranstaltungen findest Du auch im NAJU-Archiv.