Aktuelle Berichte

Hier veröffentlichen wir alle Infos zu unseren letzten Aktionen.

Voller Einsatz für Klima- und Artenschutz

NAJU beteiligt sich in einer Woche an vier Moor-Renaturierungseinsätzen

Im Rahmen einer Moor-Aktionswoche hat es sich der NABU Hamburg zur Aufgabe gemacht, innerhalb einer Woche in vier Mooren im Stadtgebiet Renaturierungseinsätze durchzuführen.

Bei allen Einsätzen waren auch Aktive der NAJU engagiert, die sowohl als Teamer organisatorische Aufgaben übernahmen, als auch direkt in den Gebieten mit zahlreichen anderen ehrenamtlichen Helfern Moorflächen entkusselten. Auch die Kindergruppe "Hirsche" und die Jugendgruppe "Eisvögel" leisteten ganze Arbeit und unterstützen mit ausdauerndem Einsatz das Entkusseln einer Moorfläche im Duvenstedter Brook.

Beim sogenannten Entkusseln werden junge Bäume und Büsche aus Moorgebieten entfernt, die durch Torfgewinnung oder Entwässerung im Dienste von Land- und Forstwirtschaft geschädigt wurden. Diese Entziehen dem Moor weiteres Wasser, dass zu CO2-Freisetzung aus dem Moor und zu Lebensraumverlust für immer seltener werdende Tier- und Pflanzenarten führt. Das Entkusseln hält Wasser im Moor und trägt auf lange Sicht dazu bei, dass wieder ein intaktes Moor entsteht - dass dann mehr CO2 speichern kann, als ein Wald und einen wertvollen Lebensraum darstellt. Die Renaturierung von Mooren stellt deshalb sowohl einen Beitrag zum Klima- als auch zum Artenschutz dar, weswegen wir allen ehrenamtlichen Helfern, in vielen Fällen auch von außerhalb des Verbandes, herzlich danken möchten.

 

Auf den folgenden Bilder lässt sich ein Eindruck vom Effekt des anstrengenden Entkusselns gewinnen:

Vor dem Entkusseln

Nach dem Entkusseln


Neuer Landesvorstand gewählt

NAJU-Mitgliederversammlung trifft Entscheidungen für 2019

Wie immer Anfang Februar fand in diesem Jahr am 07.02. die NAJU-Mitgliederversammlung 2019 statt. Gemeinsam wurde auf die größten Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurückgeblickt, sowie die Finanzen besprochen und überprüft.

Zudem wurden Entscheidungen für das kommende Jahr getroffen. Darunter fällt auch die Wahl eines neuen Landesvorstandes, der die NAJU Hamburg ab sofort vertreten wird.

Schlussendlich wurde auch noch ein großes Dankeschön an die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen der NAJU Geschäftsstelle ausgesprochen, die mit ihrer Arbeit Tag für Tag mit großem Engagement für Naturschutz und Umweltbildung eintreten. Ebenfalls mit einem riesengroßen Dankeschön für jahrelange Vorstandsarbeit wurde Eva Wolf aus dem Landesvorstand verabschiedet.

 

Hier findest Du alle Informationen zur NAJU Hamburg.

Große Auszeichnung für die "Stadtfüchse" aus Altona

NAJU-Kindergruppe mit Altonaer Kinder- und Jugendpreis geehrt

Die NAJU-Kindergruppe "Stadtfüchse" aus Hamburg-Altona ist mit der Altonaer Kinder- und Jugendpreis ausgezeichnet worden. Der Preis würdigt ehrenamtliches Engagement im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit im Bezirk Altona und ist für die Kindergruppe mit 700 Euro Preisgeld dotiert.

Die Gruppe Altona ist besonders im Bereich praktischer Naturschutz und Stadtnatur aktiv und kooperiert darüber hinaus eng mit lokalen Initiativen im Stadtteil, so zum Beispiel mit der MOTTE und dem Verein "Vertrautes Wohnen" im Altonaer Spar- und Bauverein e.V., von dem die Gruppe ebenfalls gefördert wird. Eben dieses Engagement um die Natur vor der eigenen Haustür wurde bei der Preisverleihung in der Altonaer Bezirksversammlung besonders gelobt. Die teilnehmenden Kinder wurden zudem mit Becherlupen zum Naturentdecken und einer Pflanzenpresse für die mobile Forschungsstation bedacht.

Die gesamte NAJU Hamburg gratuliert den "Stadtfüchsen" zu ihrem großen Erfolg und wünscht weiterhin viel Freude bei ihrem Engagement in Altona.

 

Hier finden sich weitere Informationen zur NAJU-Kindergruppe "Stadtfüchse".

Wir haben es satt!

NABU & NAJU Hamburg demonstrieren mit 35.000 Menschen für "enkeltaugliche" Landwirtschaft

Ca. 50 Aktive von NABU und NAJU Hamburg haben - erstmals im eigenen, vollbesetzten Demobus - an der Wir-haben-es-satt-Demonstration in Berlin teilgenommen. Mit 35.000 anderen Demonstraten und über 170 Landwirt*innen, die samt Trecker angereist sind, wurde eine "enkeltaugliche" Landwirtschaft gefordert, wie sich ein Redner ausdrückte. Agrarindustrie als hoch industrialisiete Form der Landwirtschaft ist für erhebliche Klima- und Umweltschäden verantwortlich, die auch künftige Generationen belasten. Zusätzlich sorgte sie in Kombination mit starker Exportorientierung und fehlgeleiteten Subventionen zu einem enormen Preisverfall und einem beispiellosen Höfesterben. Gerade kleinere bäuerliche Betriebe finden kaum noch faire Verdienstmöglichkeiten. Damit muss Schluss sein! Daran haben die Demonstrat*innen auch Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner erinnert, unüberhörbar mit einem "Kochtopfkonzert" vor dem Agrarministerium. Gemeinsam mit ihren EU-Kolleg*innen verhandelt sie derzeit über die Neufassung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU.

 

Auch ihr könnt mithelfen - überzeugt Euren EU-Abgeordneten, dass die Zeit für eine bessere Agrarpolitik gekommen ist. Jeder EU-Bürger beteiligt sich jährlich mit umgerechnet 114€ Steuergeld an Agrarsubventionen der EU. Erinnert Eure*n Abgeordnete*n daran und teilt mit, was mit diesem Geld passieren soll. Macht bei der - für Euch kostenlosen - Geldscheinaktion des NABU mit, in unserer Geschäftsstelle oder online. Eure Stimme zählt!

Gutes Essen für Alle? Global gerechte Landwirtschaft & der Weg dorthin

Vortrag der BUNDjugend und NAJU Hamburg mit Berrit Thomsen

 Die BUNDjugend und die NAJU Hamburg veranstalteten am Mittwoch, 09.01.2019 einen Vortrag unter dem Titel Gutes Essen für Alle? Global gerechte Landwirtschaft & der Weg dorthin in der Landesgeschäftsstelle der NAJU.

Berrit Thomsen von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) berichtete unter anderem über die zunehmende Exportorientierung des deutschen Agrarsektors über die vergangenen Jahren. Anschaulich stellte sie niedrige Preise, die Landwirt*innen für ihre Produkte erhalten, in diesem Zusammenhang dar. Fragwürdige Freihandelsabkommen drängen nicht nur heimische Produkte von den Binnenmärkten zahlreicher Entwicklungsländer, meist zugunsten billigen Importprodukten u.a. aus Europa. Sie gefährden auch hierzulande Kleinbetriebe durch Marktöffnungen gegenüber Massenprodukten anderer Länder. Neben weiteren Gründen trug dies dazu bei, dass 2015/16 in Deutschland durchschnittlich 10 milcherzeugende Betriebe pro Tag aufgeben mussten.

Dies sei jedoch kein Ruf nach Protektionismus und neuen Zollbarrieren. Kriterien wie hohe Qualität von Produkten, Umweltschutz- und Tierwohl-Bestimmungen bei der Produktion und angepasste Entwicklungspolitik könnten auch im Handel mit Agrarprodukten für umweltgerechtere Produktion, faire Löhne für Erzeuger und mehr Chancengleichheit sorgen.

Nichts desto trotz müsse die starke Exportorientierung und der daraus resultierende Preiskampf auf dem Weltmarkt überdacht werden. Ungeregelte Agrarsubventionen allein nach Nutzfläche müssten endlich der Vergangenheit angehören, Naturschutz und Tierwohl eine größere Rolle in moderner Landwirtschaft spielen.

Zahlreiche Nachfragen und Diskussionsbeiträge verdeutlichten das Interesse der mehr als 40 Zuhörer*innen. Sie zeigten einmal mehr, dass Verbraucher*innen Interesse an der Produktion ihrer Lebensmittel haben und sich auch über Agrarpolitik und Wirtschaftsbedingungen der Landwirt*innen informieren wollen. Ein großes Dankeschön für den spannenden Vortrag an Berrit Thomsen!

Infos und Berichte zu vergangenen Veranstaltungen findest Du auch im NAJU-Archiv.